Vor dem Knooking-Kurs den ich letztes Wochenende erstmalig an der MVHS gehalten habe, hatte ich mir noch ein kleines feines Anfängerprojekt ausgedacht: Eierwärmer-Häschen. Bei Instagram erfreuten sich die Süßen flink großer Beliebtheit. Auch im Knooking-Kurs kamen tolle Häschen raus… Als ich letzte Woche das vierte Häschen knookte, habe ich den Schaffensprozess gleich mal für euch festgehalten, als vorzeitiges Ostergeschenk sozusagen ;o)

Bei den tollen Temperaturen sind die Mümmelmänner durch den Garten gehoppelt…

Materialien, die ihr für so ein Häschen braucht:

:: ca. 20 g Wolle (17 g für den Körper und 3 g für’s Schwänzchen z. B. hatnut XL55)
:: Knookingnadel Nr. 4 (hier von Pony)
:: ca. 1 m Bändchengarn als Hilfsfaden
:: Filzreste in weiß & schwarz für das Gesicht
:: Stoffstempelkissen (Ash Rose oder Bubble Gum)
:: Wollnadel und Einfädler
:: Kleber, Schere, schwarzer Stift
:: eventuell Verzierungen wie Schleife oder Häkelblümchen

Da Eiergrößen doch recht variieren und auch sicher nicht alle die gleiche Wolle nutzen, solltet ihr zur Ermittlung der Maschenanzahl ein großes Hühner-, Überraschungs-, Plastik- oder Styroporei zur Hand nehmen. Den Hilfsfaden, der eine Kontrastfarbe haben sollte, doppelt in die Knooking-Nadel einfädeln. 1.) Eine lockere Luftmaschenkette häkeln, die um die dickste Stelle vom Ei passen sollte. Zwischen 22 und 28 Maschen waren es bei meinen verschiedenen Wollstärken. 2.) Die Luftmaschenkette zum Ring mit einer Kettmasche schließen, dabei darauf achten, dass die Kette nicht verdreht ist. 3.) Eine Luftmaschenkette hat zwei Seiten, die schöne, obere Seite (sieht aus wie eine Ähre) und die Unterseite. Aus dem mittleren Maschenglied der Unterseite (das läuft mittig wie ein buckeliges Band über die ganze Kette) werden die Maschen zum Knooken aufgenommen. 4.) Die Knooking-Nadel wird von rechts in die erste Masche eingestochen und der Arbeitsfaden wird von unten mit dem Haken geschnappt und durch die Masche gezogen. Diese erste gearbeitete Masche verbleibt auf der Nadel (wie beim Stricken und wird NICHT wie beim Häkeln abgemascht!). Nach links arbeitend werden nun in gleicher Weise alle anderen Maschen aufgenommen.

5.) Wenn die gerade Knookingnadel zum Weiterarbeiten nicht mehr um die Ecke kommt, diese einfach nach links durch die Maschen ziehen. So werden die bisherigen Maschen bis zu ihrer Weiterverarbeitung in der nächsten Runde auf dem Hilfsfaden “geparkt”. 6.) Nachdem alle Maschen aufgenommen wurden, wird nun immer im Kreis gearbeitet. Es gibt werder Rundenanfang- noch ende. Also wie gehabt, immer von rechts in die Masche einstechen, den Faden von unten holend durch die Masche ziehen und diese neue Masche auf der Knooking-Nadel belassen. 7.) Der Hilfsfaden muß beim Knooking in Runden immer nur die letzte Runde Maschen “parken” darunter kann er vorsichtig heraus und dann auch nachgezogen werden (sonst ist er irgendwann alle und man kann erstmal nicht weiterarbeiten). Ich piekse immer unterhalb der letzten Masche, die ich gerade geknookt habe unter den Hilfsfaden und heble den Hilfsfaden mit Hilfe der Knooking-Nadel hoch und ziehe ihn dann ganz entspannt raus. 8.) Es wird so lange in Runden weiter nach oben geknookt, bis nur noch die oberste Spitze des Eis beim probetragen herausschaut.

9.) In der folgenden Runde werden nun immer zwei Maschen zusammen auf die Knooking-Nadel genommen und auf einmal geknookt (so wird die Maschenzahl halbiert). Nach dieser Runde wird nochmal jede Masche geknookt und in der folgenden wieder zwei Maschen auf einmal. Nun sollten sich nicht mehr als 8 Maschen in der Runde auf dem Hilfsfaden befinden. 10.) Der Arbeitsfaden wird bei ca. 20 cm abgeschnitten. Das Ende wird mittels des genialen Einfädlers in eine dicke Sticknadel ohne Spitze eingefädelt. Mit der Sticknadel werden anschließend alle Maschen, die noch auf dem Hilfsfaden verblieben sind aufgefädelt. 11.) Am Schluss wird alles fest zugezogen. 12.) Nach dem Vernähen der Fäden sollte das kleine Mützchen von der Form her so ähnlich aussehen.

13.) Man könnte die Hasenöhrchen auch separat häkeln und später annähen, ich mag die Variante des direkten Anhäkelns lieber. In das platte Mützchen 4 Kettmaschen rechts neben die Spitze häkeln. Ich steche dafür nicht nur in einen Faden einer Masche, sondern mindestens zwei, manchmal auch drei. Die Öhrchen sollen ja gut stehen und nicht locker am Kopf schlackern. 14.) Nach diesen 4 Kettmaschen folgt eine Wendeluftmasche. Die Arbeit wird gewendet und in der Rückreihe wieder 4 Kettmaschen gearbeitet. Es folgen 5 weitere solcher Hin- und Rückreihen. 15.) Am Anfang der letzten Hinreihe werden die ersten beiden Maschen zusammengehäkelt. Wendeluftmasche. In der Rückreihe nochmals die ersten beiden Maschen zusammenhäkeln. 16.) Faden abschneiden und vernähen. Mit dem zweiten Ohr in gleicher Weise verfahren. (Wer statt Kettmaschen feste Maschen häkelt, braucht nicht so viele Reihen häkeln.)

17.) Das Häschen bekommt nun sein Gesicht. Mit der Stoffstempelfarbe die Bäckchen und Ohren etwas einfärben. 18.) Zwei weiße Filzpunkte als Augen und einen schwarzen als Nase aufkleben. Mit einem schwarzen Stift die Pupillen aufmalen. 19.) Ein echtes Osterhäschen braucht natürlich auch ein zünft’ges Stummelschwänzchen ;o) Eine so kleine Bommel kann man prima ohne Pappschablonen oder PomPom-Maker herstellen. Ein paar Lagen weißer Wolle nicht zu fest um zwei Finger wickeln. Faden abschneiden. Einen ca. 15 cm langen Faden zwischen den beiden Fingern hindurchpopeln und so das Wollbüschel in der Mitte abbinden, ganz fest zusammenknoten. Die Finger vorsichtig herausziehen. 20.) Die halbfertige Bommel am Knoten festhalten und die Wollschlaufen aufschneiden. Die Bommel sieht noch etwas zerzaust aus. 21.) Mit der Schere die Bommel gleichmäßig zurückstutzen bis sie schön dicht und puschelig ist. 22.) Die Bommel auf der Rückseite des Häschens festnähen. Ich habe erst einen Faden links neben der Mitte und den anderen dann rechts neben der Mitte durchgestochen und auf der Innenseite noch noch fest verknotet.

Mit etwas Übung schafft man so ein Häschen locker in einer Stunde, sollte also noch genügend Zeit sein, bis der Osterhase ihn zum verstecken braucht ;o)

Wollte euch ja schon lange mal eine zweite ausführliche Review meiner kleinen QX100 gegeben haben… An dieser Stelle kann ich euch ja schonmal zeigen, wie meine letzten Anleitungen, auch in Druckqualität für die Mollie Makes entstanden sind:

Für Anleitungen wo ich gern beide Hände mit auf dem Foto hätte (also knooken, häkeln oder stricken) nutze ich meine QX100 von Sony. Ich befestige sie mittels Gewinde auf dem Stativ, verbinde sie mit der PlayMemories-App mit meinem Smartphone und schon kann’s losgehen. Das Telefon, wessen sich die Kamera als Display bedient, platziere ich außerhalb des Sichtfeldes, so das es später nicht auf dem Foto ist. Ich arrangiere alles, bis mir der Bildausschnitt gefällt, stelle den Selbstauslöser auf 10 sec und greife dann um das Stativ und verharre in der Position, bis die Kamera ausgelöst hat. Eine feine Sache. Mal sehen, wann ich’s endlich mal schaffe euch ein paar unserer tollen Urlaubsfotos, die ich mit der kleinen QX100 geknipst habe, zu zeigen ^^