Dank Mariä Himmelfahrt heute, hatten wir ein besonders langes Wochenende, was wir für einen Kurzurlaub im Ammergau genutzt haben ;o)

Samstag Vormittag ging’s los nach Oberammergau. Von unserer schönen Ferienwohnung, mit Blick auf die Berge, sind wir direkt losgeSTIEFELt. Zuerst sind wir 1,5h hoch zur Kolbenalm gewandert, wo wir ein nettes Mittagspäuschen eingelegt haben. Danach gings weiter hoch zum idyllisch auf dem Berg liegenden August-Schuster-Haus am Pürschling.

Den Wegesrand säumten immer wieder hübsche Blümchen, wie diese.

Den Abstieg Richtung Linderhof hatten wir uns kürzer und entspannter vorgestellt… *hüstel* Der Weg war recht schmal, anfangs sehr hübsch mit dem Blick über die Wälder und Berge, doch später war’s steil und schlammig, keine gute Kombi für “Gummibeine” am Abend…

Am Ende des Wegs entschädigte dann das hüsche Schlösschen Linderhof für die Kraxelei beim Abstieg. Wir hatten allerdings nur noch Zeit von Außen ein bißchen im Rokkoko König Ludwig des II. zu schwelgen, denn am Abend stand noch ein feiner Programmpunkt auf dem Plan…

… nämlich das Oberammergauer Passionstheater. Letztes Jahr wollten wir ja eigentlich zur, nur alle 10 Jahre stattfindenen, “Passion”, haben’s dann aber doch irgendwie verbaselt. Nüja, dann halt in 9 Jahren ;o) Die Zeit bis dahin verkürzen die spielfreudigen Oberammergauer, unter der Leitung von Christian Stückl (unter dessen Regie wir ja schon im Volkstheater “Der Brandner Kaspar” gesehen hatten), jedes Jahr mit einer neuen Inszenierung. Dieses Jahr “Joseph und seine Brüder” nach dem Roman von Thomas Mann. Aus der 2. Reihe hatten wir einen super Blick auf die wunderbare Bühne (eigentlich “nur” ein Bühnenbild, aber herrlich wandelbar) und die Darsteller. Meine Angst, dass ich, ob der sechsstündigen Wanderung, die in meinen Gliedern steckte, bei dem 3-Stunden-Stück, sanft dahin ratzen würde, war unbegründet. Sehr fesselnd von Anfang bis Ende. Die Szenen, in denen der ganze Chor auf der Bühne hebräische Gesänge hinlegte, haben meinerseits ordentlich für Gänsepelle gesorgt ;o) Die langen Gewänder in Leinenoptik fand ich auch sehr gelungen. In der Pause kam ich, neben einigen anderen Damen, die auch an den überFÜLLten Örtlichkeiten anstanden, zu einem unerwarteten Besuch hinter den Kulissen… Der Regisseur himself, brachte uns auf die stillen Örtchen der Schauspieler, dass wir den zweiten Teil des Stücks wieder auf unserem Platz sehen konnten und nicht noch am Klo anstehen mußten *g*

Nach dem gemütlichen SONNtagsfrühstück sind wir noch ein bißchen durch das schnuckelige Oberammergau gebummelt. Manche Schaufensterauslage triefte allerdings vor Kitsch… die Begkulisse hinter den GeraniengeSCHMUeCKten Holzhäusern ließ aber großzügig darüber hinweg sehen.
Auf dem Weg zurück nach München haben wir noch auf den Gartentagen im Kloster Ettal Halt gemacht. Nach den ersten gruseligen Tinnef-Ständen am Eingang, hatten wir unser Eintritt-zahlen schon fast bereut. Rückblickend war es in Summe dann aber doch ganz nett. An einem Stand gab es z.B. Tipps für faule Gärtner, an einem anderen sehr leckeres frisches Obst direkt aus Italien, an noch einem Anderen tolle Vanilleschoten und Pfeffer direkt aus Madagaskar.
Auch wenn es nur zwei Tage waren, hatte es den Erholungseffekt eines Kurz-Urlaubs ;o)