In dem ein oder anderen Post ist es ja schon mal zur Sprache gekommen… ja, ich bin ein Ossi, geboren und aufgewachsen in der DDR. Etwas sehr Schönes, an das ich mich aus meiner Kindheit erinnere, sind die Besuche bei Omi & Opi in Berlin. Oft haben wir den Pionierpark in Treptow besucht, da gab es tolle Bastelstraßen, eine Pioniereisenbahn, ein Weltraumlabor, große Spielplätze und im Sommer so’ne Wissens-und-mitmach-Straße wo es verschiedene Stationen mit Aufgaben zu absolvieren galt. Am krönenden Ende, mit einer vollgestempelten Teilnehmerkarte durfte dann ein Knüppelkuchen am Lagerfeuer gebacken werden. Den Pionierpark gibt es so natürlich nicht mehr, aber das heutige FEZ ist sicher damit vergleichbar und auch eine Reise wert. Ein STÜCKchen dieser nOSTalgie habe ich diesen Sommer für mich wiederentdeckt, die Knüppelkuchen ;o)

Für ca. 10 Stück dieser süßen Teilchen braucht ihr:
:: 300g Mehl
:: 5 Päckchen Vanillezucker
:: eine Prise Salz
:: 1/2 Päckchen Backpulver
:: 1 großes Ei
:: und etwas Milch

Alle Zutaten zusammen in einer Schüssel vermengen. Durch die Zugabe von Mich zu einem geschmeidigen Teig kneten. Ein Stündchen RUHen lassen (01) Entweder frische fingerdicke Äste ca. 15 cm lang abschälen, oder die Stöcke vom vorherigen mal eine Zeit lang in Wasser einweichen, dass sie nicht brennen (02) Den Teig dann in Portionen teilen und lange Schlange formen (03) Diese dann spiralig um den Stab wickeln (04 & 05) Am Besten drehend über den glühenden Kohlen des Grills oder am Lagerfeuer hellbraun werden lassen, je nach Hitze so 4-6 Minuten (06 & 07) Den Kuchen noch am Stöckchen belassen und über einem Teller mit Butter bestreichen (08) Zucker auf den flüssig bebutterten Kuchen streuen (nicht zu viel, der karamelisiert sonst nicht so gut) (09) Jetzt nochmals 2 Minütchen über der Glut drehen (10) Wenn der Zucker geschmolzen und der Kuchen goldbraun, ist der Knüppelkuchen fertig und seeehr lecker ;o)

Da bei uns der Grill vom Grillmeister für dererlei Späß’ken erst nach dem eigentlichen Grillen FREIgegeben wird, ist man(n) oder frau eigentlich schon viel zu satt um den Teig noch aufzubrauchen.
Wollte ihn aber nicht wegwerfen und hab am nächsten Morgen was probiert…

Der Teig hatte in einem verschlossenen Plastedöschen im Kühlschrank überNACHTet (01) Ich habe ihn nochmal durchgeknetet und in vier gleichgroße Teigbälle geteilt und oben kreuzförmig eingeritzt (02) Bei 220° Ober-und Unterhitze habe ich die Guten 12 Minuten goldbraun gebacken (03) Sehen aus wie ganz normale Brötchen (04) Aus Ermangelung von anderen Eierbechern gibt’s bei uns das ganze Jahr Haseneierwärmer… Aufgeschnitten sieht’s auch echt gut aus (05) Und… sie haben ganz prima geschmeckt! Eine tolle Sache das, wird’s hier Wochenends sicher öfter mal geben ;o)