Letzte Woche stand mal wieder ein Besuch von Berlin an, allerdings weniger zum Vergnügen, als mehr zur Arbeit. Es war ganz wunderbares Wetter, so machte mir das obligatorische hin -und hergehetze gar nicht so viel aus.
Pankow ist ja jetzt nicht so der HOT-Spot Berlins, hat aber auch sehr hübsche Eckchen, grade im güldenen Oktober. Jeden Morgen, den ich aus der Türe trat, hatten sich über Nacht die Ahörner noch hübscher gefärbt.

Etwas skurril und schräg dort im Carrée, zu Füßen einiger Bäume hegt und pflegt eine Frau kleine selbstgebastelte Beete. Die sind zwar seeehr kitschig, aber irgendwie auch wieder schön, so neben den parkenden Autoschlangen.

Ich habe viele Besorgungen gemacht z.B. hier, aber auch ein bißchen Sozialpflege betrieben.
Mit Frau Müller habe ich mich zum ausgedehnten Brunch in Mitte getroffen.

Sie brachte mit den kleinsten Spross der Familie und ein neues HausTIERchen für Maki mit, 00Knoppooge… ;o) Voll süß die Kleene! Im Barcomi’s ließen wir es uns schmecken. Ganz viel geschnattert und gelacht wurde da wieder, so als würde frau sich schon eeeewig kennen…

Ähnlich ging es mir, als ich in Friedrichshain verabredet, noch spontan in diesem Lädchen vorbeischwenkte.

Viel mit Heidi und Stefan geplauscht, ausgetauscht und gekichert. Ein wirklich tolles Shöppchen haben die beiden da. Wer noch flink ein Geschenk oder hübsches Stöffchen braucht, wird sicher fündig.

Meine Bücher erscheinen zwar im Knaur-Verlag, der in München sitzt, aber meine Lektorin arbeitet in Berlin für Comicstars mit denen zusammen die Handarbeitsplatform Stich & Strich betrieben wird.

Arbeiten kann auch gemütlich sein, erstmal was leckeres im Café futtern, übers Buch sprechen, Ideen austauschen und Fotos zeigen. Später durfte ich noch ein bißchen in den Neuerscheinungen schmökern… Ganz besonders toll finde ich dieses Büchlein. Grafisch ein echtes Schätzchen, wird darin sehr anschaulich gezeigt, wie so zauberhafte Acrylbildchen entstehen. Hier könnt ihr ein Filmchen anschauen, wie so ein Bild aufgebaut wird. Was die Tatendrang-Mädels sonst noch so machen könnt ihr hier sehen.

Danach auf dem Weg zur U-Bahn kam ich an einem neuen einLADENden Stoffhimmel vorbei.
(Sonst gehe ich ja immer zu Frau Tulpe, eine Ecke weiter.)

Sind Stoffläden ja meist bis zum Anschlag vollgestopft mit Stoffballen, die kaum überblickt werden können, kann Frau hier in luftig-weißer Atmosphäre die Schätzchen in designter Umgebung bewundern. Es gibt Stoffe die ich in Berlin bis jetzt noch nicht gesehen habe, meine liebsten Marimekko-Schätzchen, handgedruckte Bio-Baumwolle, japanische Stöffchen, gepaart mit liebevoll ausgewählten Bändern und Borten. Hier regiert eindeutig Klasse und nicht Masse. Das hat zwar seinen Preis, aber wer Besonderes und Qualität, nicht Massenware sucht, wird hier ganz sicher fündig. Ein sehr schöner Stoffladen in tollem Ambiente und mit netter Inhaberin.

Bei meinem Berlin-Auftenthalt ging es nicht primär um Materialbeschaffung, sondern ums Buch. Habe ich die Stills für’s erste Buch noch auf unserem heimischen Bügelbrett geknipst… Konnte ich diesmal die Produkte PROFIssioneller ablichten.

Mußte ich im Januar, durch das schwindende Licht von draußen, am Ende Belichtungszeiten von über 3 Sekunden in Kauf nehmen, konnte ich diesmal 7 Stunden bei gleichbleibenden Bedingungen mit Studioblitzanlage und 2m breiten Ausrollhintergrund shooten. Wirklich tolles arbeiten in diesem Studio!

Um beim ganzen Arbeiten auch noch ein bißchen Kultur zu tanken, haben wir auf der Nach-Hause-Strecke noch einen Halt im Bauhaus in Dessau eingelegt.

Ich mag die Architektur und das Design dieser Zeit sehr gern. In der ständigen Ausstellung werden Prototypen von Stühlen, Lampen und Objekten gezeigt. Das Displaysystem ist auch sehr schön. Zur Besichtigung der Meisterhäuser hatten wir dann leider keine Zeit mehr, das machen wir dann beim nächsten Mal, wenn wir mehr als ein Stündchen Zeit haben.

Nun heißt es straff weiterarbeiten am Buch. Fotos sichten, bearbeiten, arangieren… Ist noch ein großer Berg.